Zuchtvorbereitung
Ende Dezember kommen alle Kanarienhähne in den Zuchtraum, damit Sie langsam in Zuchtstimmung kommen. Ich setze die Hähne einzeln in einer Hälfte der jeweiligen Doppel-Zuchtboxen. Die Temperatur im Zuchtraum ist auf ca. 5 Grad eingestellt. Die Lichtdauer wird nun langsam wöchentlich von 10 Stunden bis Mitte/Ende Februar auf 15 Stunden verlängert. Die Raumtemperatur wird stetig etwas erhöht. Den Hähnen gebe ich, sobald sie einzeln sitzen, über etwas Eifutter vermischt mit Keimfutter Antisteril von Pineta. Die Hennen bekommen Calcio D3 von Pineta. Ich gehe damit jedoch sparsam um, da ein Zuviel meines Erachtens nicht gut ist.
Ende Januar kommen dann auch die Hennen in den Zuchtraum. Sie werden in die jeweilige andere Hälfte der Zuchtbox neben ihrem zugeordneten Hahn gesetzt.
Die Hähne und auch die Hennen bekommen jetzt täglich etwas trockenes Eifutter vermischt mit Keimfutter, damit sie sich langsam daran gewöhnen.
Auf Keimfutter habe ich viele Jahre verzichtet, da ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Im Januar 2024 bin ich jedoch damit wieder angefangen. Ich stelle das Keimfutter jetzt in sogenannte Keimgläser her. Das hat meines Erachtens den Vorteil, dass es weniger Schimmelanfällig ist wie bei der Herstellung des Keimfutters in Siebe.
Zusätzlich zum Eifutter bekommen die Hennen zweimal wöchentlich einen Teelöffel Negersaat pro Vogel. Die Gabe von Negersaat soll späterer Legenot vorbeugen.
Etwa Mitte/Ende Februar werden die Hähne nach und nach zu den Hennen gesetzt, sobald zu erkennen ist, dass die Hennen mit kleinen Gaben von Nistmaterial beginnen, ein Nest zu bauen. Die Raumtemperatur beträgt dann etwa 16-18 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 65-75%. Das Licht brennt jetzt ca. 14-15 Stunden. Zu Anfang kann es zu Disharmonie unter den Vögeln kommen. Die Vögel werden dann nochmals einige Tage getrennt und erneut zusammen gesetzt. Die Zusammenstellung der Paare habe ich schon Anfang Januar festgesetzt.
Bei meiner Schilderung beschreibe ich lediglich meine gemachten Erfahrungen. Es gibt sicherlich Züchter, die andere Erfahrungen gemacht haben oder die Beschreibung meiner Zuchtvorbereitung in Frage stellen bzw. den Ablauf anders gestalten würden. Ich bin jederzeit bereit, nützliche Tipps und Anregungen anzunehmen. Für Rückmeldungen jeglicher Art zu diesem Thema bin ich dankbar.
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